Das integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept - der Rahmen für die Zukunft der Altstadt Spandau

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept Spandau (ISEK) wurde vom Bezirksamt Spandau im Mai 2015 beschlossen und zeigt die Potenziale und Defizite der Altstadt und die darauf aufbauenden zukünftigen Entwicklungsziele auf. Gestaltungsdefizite im öffentlichen Raum, der eingeschränkte Branchenmix mit zu wenig hochwertigen Angebote und Fachgeschäften, die geringe gastronomische Angebotsvielfalt und die fehlende überregionale Anziehungskraft sind einige der dargestellten Schwächen. Dem stehen Potenziale wie die einmalige Lage am Wasser, der erhaltene Stadtgrundriss mit identitätsstiftenden Baudenkmalen und die überaus gute Verkehrsanbindung gegenüber.

Was sind die Entwicklungsziele für die Altstadt? 

Die Altstadt Spandau wird als gesellschaftliches und kulturelles Zentrum gestärkt und zu einem anziehenden und beliebten Einkaufs- und Erlebnisort weiterentwickelt. Zudem wird die Altstadt als attraktiven Wohnort mit hoher Lebensqualität für alle Generationen ausgebildet. Im ISEK werden Schlüsselthemen benannt, die im Rahmen der Gesamtmaßnahme der Städtebauförderung mit Finanzhilfen des Bundes und des Landes Berlin unterstützt werden:

Blick auf die Altstadt Marktplatz Altstadt erleben

 

1) Ambiente Altstadt: Das charakteristische Ortsbild und die historische Stadtstruktur der Altstadt werden erhalten und gepflegt. Um dafür Sorge zu tragen sind z.B. bei der Planung von Neubauvorhaben oder baulichen Veränderung im Bestand die baulich- gestalterischen Merkmale der umgebenden Bebauung zu berücksichtigen.

2) Bühne Stadtraum: Die öffentlichen Räume werden für alle Generationen attraktiv und mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet. Als „Bühne des öffentlichen Lebens“ sind sie die zentralen Orte zum Verweilen, Kommunizieren und Erleben. Dementsprechend wird insbesondere der Marktplatz in der Altstadt als gesellschaftliches Zentrum weiterentwickelt, indem u.a. Aktionen und Veranstaltungen stattfinden sowie bauliche Anpassungen vorgenommen werden.

3) Entree Altstadt: Die Eingangsbereiche zur Altstadt werden zu attraktiven, besucherfreundlichen Orten entwickelt. Dadurch werden Besucher in die Altstadt und zu den umliegenden Angeboten geleitet und können somit ein wirtschaftliches Potenzial generieren. Einen Schwerpunkt stellt dabei der Rathausvorplatz dar, der aufgrund seiner zentralen Lage und sehr guten Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel den Haupteingangsbereich für die Altstadt darstellt. Fehlende Aufenthaltsqualität und Orientierungsmöglichkeiten sowie bestehende Nutzungskonflikte zwischen Bus-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr machen eine Umgestaltung des Rathausvorplatzes notwendig.

4) Erlebnisraum Spree-Havel: Die Erlebbarkeit des Landschaftsraums am Zusammenfluss von Spree und Havel wird verbessert. Dabei wird die beeindruckende Kulisse der historischen Altstadt, der Zitadelle und der ehemaligen Geschützgießerei, u.a. durch Lichtinstallationen in Szene gesetzt.

5) Treffpunkt Altstadt: Die zentralen öffentlichen Einrichtungen in der Altstadt werden zu multifunktionalen Orten für Kommunikation und Verständigung nachfrageorientiert weiterentwickelt. Sie stärken die Altstadt als gesellschaftliches und kulturelles Zentrum und können dazu beitragen, die Akzeptanz der Menschen untereinander und Integration benachteiligter Menschen in die Gesellschaft zu fördern. Die Initiierung z.B. eines Kinderzirkus oder eines Jugendclubs schafft Begegnungsmöglichkeiten in der Freizeit und fördert soziale Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen.

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept für die Altstadt Spandau steht hier zum Download für Sie bereit.

Schlüsselthemen im ISEK

Darstellung der Entwicklungsziele für die Altstadt (ISEK), Herwarth + Holz
Klicken Sie auf die Abbildung für eine vergrößerte Ansicht.